Nach den zuletzt so erfolgreichen Monaten, blieb der niederösterreichische Golf-Nachwuchs auch im August weiterhin voll am Gaspedal und sorgte für weitere Sternstunden im Jahr 2026.
Den Anfang machte gleich ein echtes Highlight, denn von 4. bis 6. August standen die English Boys Open Amateur Stroke Play Championship (Reid Trophy) auf dem Programm. Vom NÖ-Landeskader trotzten Benjamin Al-Khaffaf und Matteo Kaipel den schwierigen Wetterverhältnissen, wobei Benjamin mit Runden von +8 und +5 auch den Cut schaffte. Am Finaltag packte das Nachwuchsjuwel dann sogar noch eine +1 aus, macht noch etliche Ränge gut und wurde damit schlussendlich sogar starker 26. von 144 Spielern. Matteo scheiterte nach Runden von +7 und +9 knapp am Sprung über die gezogene Linie.
Rot-weiß-rotes Highlight
Aus rot-weiß-roter Sicht waren die Tage von 6. bis 9. August mit die wichtigsten in diesem Golfjahr, standen doch im GC Klagenfurt-Seltenheim die Nationalen Offenen Meisterschaften auf dem Programm. Trotz der drückend heißen und vor allem trockenen Verhältnisse präsentierte sich das Terrain in hervorragendem Zustand. Bei den Burschen war dann Stephan Csöngei aus blau-gelber Sicht das Nonplusultra, denn sowohl in der Amateurwerung, als auch in der Offenen Wertung krallte er sich den hervorragenden 2. Platz, wobei er in der Offenen Wertung sogar noch vor dem ersten Professional landete. Mit beeindruckenden Rundenscores von -4, -6, -8 – was sogar seine persönliche Bestmarke darstellt – sowie -5 spielte er bei gesamt 23 unter Par ein herausragendes Turnier.
Klaus Neumann bei -4 auf Rang 10, Nico Anderst bei -3 auf Rang 11 und Maximilian Auer bei +4 landeten gleich noch drei weitere NÖGV-Kaderspieler in den Top 20 von 73 teilnehmenden Amateuren. Bei den Damen kletterte Leonie Sinnhuber sowohl in der Amateur- als auch in der Offenen Wertung mit Runden von -2, +3, +3 und -5 bei gesamt 1 unter Par als starke 3. noch aufs Treppchen, wobei auch ihr bei -5 am Finaltag ihre persönlich beste Runde gelang. Mit Sophie Willschke belegte als 9. bei gesamt +14 noch eine weitere niederösterreichische Zukunftshoffnung einen Platz in den Top 10 der Amateurwertung.
Nur wenige Tage nach der heimischen Turnierwoche, standen im Zala Springs Golf Resort von 11. bis 13. August die Hungarian Junior Open Championship am Kalender. Florens Vukusic zeigte dabei eine fantastische Leistung, sicherte sich mit einem Gesamtscore von 7 über Par den hervorragenden 3. Platz und verpasste sogar mit lediglich einem einzigen Schlag Rückstand auf den Champion denkbar knapp den Turniersieg.
Nachwuchs im Colony Club
Zur Hochsaison ging es auch danach weiterhin Schlag auf Schlag, denn von 14. bis 16. August stand eine der wichtigsten Wochen des Nachwuchs-Golfs auf dem Programm. Bei hochsommerlichen Temperaturen bietete der Colony Club Gutenhof den absolut perfekten Rahmen für die Österreichischen Schüler und Jugend Matchplay Meisterschaften. In allen Altersklassen wurde dabei auf dem West Kurs der malerischen Anlage in Himberg um Medaillen gekämpft. Auch der niederösterreichischen Juwele wussten einmal mehr zu überzeugen, boten in spannenden Matches starke Leistungen und feierten auch einige Medaillenerfolge.
In der U12 musste Matteo Mair nach einem Freilos in Runde 1 zwar eine knappe Niederlage am zweiten Spieltag einstecken, sicherte sich im kleinen Finale dann mit einem 3 & 2 Sieg aber noch den starken 3. Platz. Allegra Kuhnert zog bei den Girls nach einem Halbfinalsieg ins große Endspiel ein, musste sich dabei dann zwar 4 & 3 geschlagen geben, durfte sich aber über den fantastischen Vize-Matchplaymeistertitel freuen. Sophie Tscherteu fightete nach einer 3 & 1 Niederlage im Halbfinale im Match um Platz 3 zwar wie eine Löwin, muss sich am Ende aber am dritten Extraloch geschlagen geben und fuhr so einen immer noch absolut sehenswerten 4. Rang ein.
Benjamin Al-Khaffaf nahm seine Superform der letzten Monate auch ins Matchplay mit und spielte sich mit drei Siegen bis ins Finale. Dort entbrannte dann ein Kampf auf Biegen und Brechen, wo sich Benjamin schließlich am letzten Loch doch noch geschlagen geben musste. Ein hervorragender 2. Rang bescherte ihm aber den starken Vize-Matchplaymeistertitel. In der U16 war Nico Trieb nicht zu schlagen. Zunächst spielte er sich mit zwei klaren Siegen und einem Erfolg im Stechen bis ins Finale und hatte dort dann in der Verlängerung ebenfalls das bessere Ende für sich. Am zweiten Extraloch schnappte er schließlich zu und krönte sich zum Matchplay-Staatsmeister.
Nach der enorm starken Leistung bei den Nationalen Offenen Meisterschaften, wusste Stephan Csöngei auch beim Matchplay wieder voll zu überzeugen. Sowohl Stephan, als auch Alexander Ströher zogen nach einem Freilos und drei Siegen ins Finale ein, womit am letzten Spieltag die Entscheidung um den Titel in einem rein niederösterreichischen Match fiel. Am Ende setzte sich Stephan mit 2 & 1 durch und krönte sich so zum Staatsmeister. Bei den Girls erreichte Sophie Willschke mit zwei klaren Siegen ebenfalls das Final, musste sich dort jedoch zwar mit 5 & 4 geschlagen geben, fuhr damit aber den Vize-Staatsmeistertitel ein.
Wie in der U18, durften sich auch in der U21 zwei blau-gelbe Spieler über Medaillen freuen. Klaus Neumann spielte sich nach Freilos und zwei Siegen ins Finale und sicherte sich dort mit einem überzeugenden Auftritt und einem 3 & 1 Sieg den Titel. Benjamin Piesczek kämpfte im kleinen Finale um Bronze, was er sich am letzten Loch schließlich auch schnappte. Bei den Mädels kam es wie in der U18 der Burschen sogar zu einem rein niederösterreichischen Duell. Nach Freilos und einem Sieg in Runde 2 trafen im Finale Marie Witzmann und Julia Bauer aufeinander. Erst am letzten Loch konnte sich Marie dann knapp durchsetzen und krönte sich zur Staatsmeisterin.
Zum Abschluss eines buchstäblich heißen erfolgreichen Augusts, sorgte auch Nico Anderst in den Niederlanden noch für Furore. Zeitgleich zu den Österreichischen Schüler und Jugend Matchplay Meisterschaften ging Nico bei den Dutch Amateur Championship auf Birdiejagd und fuhr dort im Feld von 102 Startern mit Runden von -4, +1 und -1 einen hervorragenden 6. Platz ein.





